Emma Kann: Heimatlos

Am Freitag, den 25.9.26, besuchte die Nachhaltigkeits-AG den Vortrag von Ruth Frenk über ihre Tante Emma Kann.
Viele Familienmitglieder der jüdischen Familie Emmas überlebten die NS-Zeit nicht. Sie selbst gelangte über Umwege durch die Länder Großbritannien (England), die Niederlande, Belgien, Frankreich und Kuba nach New York. Im Vortrag von Ruth Frenk wurde zu verschiedenen Lebensabschnitten Emmas jeweils ein dazugehörendes Gedicht vorgetragen. Hierzu ein Zitat aus dem Gedicht „Heimatlos“, das dem Vortrag den Titel gab:

„Doch zu Hause ist meine Heimat nicht mehr,
fremd bin ich den Menschen dort.
Fremd bin ich hier und fremd bin ich dort,
und nirgends bin ich bekannt,
und wandre ich auch über Hügel und Meer,
ich finde kein Vaterland.“

Später erblindete Emma, was sie vom Schreiben von Gedichten – jetzt auf Englisch – aber nicht abhielt. Sie kehrte nach Konstanz zurück und dichtete von nun an wieder in ihrer Muttersprache Deutsch, wo sich ihre Nichte Ruth Frenk, die auch den Vortrag hielt, um sie bis an ihr Lebensende im Jahr 2009 kümmerte.

Besonders beeindruckt hat uns die schöne Sprache Emma Kanns.

Insgesamt war es ein rundum gelungener Vortragsabend.