Schulsanitätsdienst zu Besuch beim Rettungshubschrauber Christoph 22

Am Sonntag, den 12. Juli 2026, unternahm der Schulsanitätsdienst des Carl-Laemmle-Gymnasiums einen ganz besonderen Ausflug zum Rettungshubschrauber Christoph 22 am Bundeswehrkrankenhaus in Ulm. Für die engagierten Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter bot sich dabei eine einmalige Gelegenheit, die Welt der präklinischen Notfallmedizin hautnah kennenzulernen.

Schon bei der Ankunft wurde schnell deutlich, wie groß das Interesse der Gruppe war. Die Schülerinnen und Schüler stellten zahlreiche Fragen, probierten verschiedene medizinische Geräte aus und erhielten spannende Einblicke in die tägliche Arbeit der Flugrettung. Besonders beeindruckend war die Möglichkeit, den Rettungshubschrauber nicht nur aus nächster Nähe zu betrachten, sondern ihn auch von innen zu besichtigen.

Schülerinnen und Schüler vor dem Rettungshubschrauber

Das Team von Christoph 22 – bestehend aus Pilot Herr Jasper, einem Notfallsanitäter und einem Notarzt – nahm sich viel Zeit, um die vielfältigen Aufgaben der Besatzung zu erklären. Die Sanis erfuhren unter anderem, dass der Name „Christoph“ auf den heiligen Christophorus, den Schutzpatron der Reisenden, zurückgeht. Darüber hinaus wurden zahlreiche Fragen rund um die Einsätze der Flugrettung beantwortet: Welche Notfälle werden geflogen? Wie weit und wie lange kann ein Rettungshubschrauber im Einsatz sein? Dabei wurde auch deutlich, dass die Flugrettung auch an ihre Grenzen stoßen kann. Neben Wetterbedingungen spielen beispielsweise auch die Größe der Patientinnen und Patienten sowie deren Allgemeinzustand eine wichtige Rolle bei der Entscheidung, ob ein Transport per Hubschrauber möglich ist.

Pilot Herr Jasper berichtete anschaulich von den Herausforderungen seines Berufs. Besonders der Landeanflug erfordere höchste Konzentration, da neben geeigneten Landeflächen auch Hindernisse wie Stromleitungen, Masten, Bäume oder Personen im Umfeld berücksichtigt werden müssten.

Auch medizinisch hatte der Besuch einiges zu bieten. Besonders mutige Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter konnten sich einem Herzultraschall oder einer Kapnometrie unterziehen und so moderne Diagnostik unmittelbar erleben. Die Begeisterung und Neugier der Gruppe waren während des gesamten Vormittags deutlich spürbar.
Ein weiteres Highlight des Ausflugs war die Führung durch die Zentrale Interdisziplinäre Notaufnahme des Bundeswehrkrankenhauses Ulm. Dort durfte die Gruppe sogar den Schockraum besichtigen und erhielt einen eindrucksvollen Einblick in die Abläufe der Versorgung schwer verletzter oder kritisch erkrankter Patientinnen und Patienten.

Für einen besonders authentischen Abschluss sorgte schließlich ein echter Einsatz: Während des Besuchs wurde Christoph 22 alarmiert. Der Notarzt machte sich augenzwinkernd mit seinem selbst ernannten „NEF“ – einem Notfalleinsatzfahrrad – auf den Weg zum Hubschrauber, während die restliche Crew den Start vorbereitete. Wenige Minuten später hob Christoph 22 zum nächsten Einsatz ab.

Mit dem Abflug des Rettungshubschraubers endete für die Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter des Carl-Laemmle-Gymnasiums ein außergewöhnlicher und lehrreicher Ausflug. Die vielen spannenden Eindrücke, die Offenheit des Teams und die einmaligen Einblicke in die Flugrettung werden allen Beteiligten sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. Ein herzlicher Dank gilt dem gesamten Team von Christoph 22 und der Zentralen Interdisziplinären Notaufnahme des Bundeswehrkrankenhauses Ulm für diesen unvergesslichen Tag.