Am Dienstag, den 19. Mai 2026, fand am Carl-Laemmle-Gymnasium zum zweiten Mal der „Dies Latinus“, der „Lateintag“, für alle Lateinschülerinnen und Lateinschüler statt. Eigens dafür hatte die Lateinfachschaft unter Leitung von Frau Heisrath den Münchner Kabarettisten Björn Puscha eingeladen, der sich auf unterhaltsame Weise mit dem Alltag und der Geschichte des antiken Roms auseinandergesetzt hat.
In zwei unterschiedlichen Vorstellungen für die Jahrgangsstufen 5–7 sowie 8–12, in denen die Foto-AG von Herrn Fischer viele Eindrücke des Bühnenprogramms meisterhaft mit der Kamera festhalten konnte, verwandelte Puscha die Aula unserer Schule kurzerhand in das antike Rom. Mit viel Humor erzählte er, wie er nach einem Unfall plötzlich bei Jupiter – oder besser gesagt „Juppi“ – landet und mitten in die Zeit Caesars geschickt wird. Dort erlebt er Wagenrennen im Circus Maximus, landet in engen römischen Wohnhäusern und versucht sogar, die Ermordung Caesars zu verhindern.
Besonders unterhaltsam waren die vielen kuriosen Fakten aus der Antike. So erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass das Cognomen des berühmten Römers Marcus Tullius „Cicero“ sinngemäß „Kichererbse“ bedeutet und Lucius Iunus „Brutus“, der erste Konsul der römischen Republik, dem Namen nach eigentlich ein „Depp“ war. Auch hinter dem Titel „Kaiser“ steckt laut Puscha ursprünglich das Wort „Elefant“ – weshalb Europa über Jahrhunderte hinweg gewissermaßen von „Elefanten“ regiert wurde.
In seiner temporeichen Vorstellung schilderte Puscha anschaulich den Alltag der Römer: stinkende Straßen, mehrstöckige Wohnhäuser aus Holz, gefährliche Brände und öffentliche Toilettenentsorgung auf Roms Straßen. Selbst das Sammeln von Urin zum Gerben von Leder blieb dem Publikum nicht erspart.
Mit seiner Mischung aus Comedy, Theater und Geschichte brachte Björn Puscha die Aula immer wieder zum Lachen und zeigte, wie lebendig die Antike auch nach 2000 Jahren immer noch sein kann. Im Anschluss an das Programm nahm sich Puscha außerdem noch Zeit für ein Interview mit der Radio-AG von Herrn Petersohn, das demnächst hier zu hören sein wird. Vielen Dank für den Besuch!
(Autorin: Ariane Stowasser)

