Beim interaktiven Konfliktplanspiel „KPS“ der Jugendoffiziere suchen die Schüler eine Lösung für den Konflikt.
„Das dürften die NGOs und die Medien interessiert zur Kenntnis genommen haben.“ Hauptmann Markus Kribelbauer blinzelt Maia und Sara aus der KS1 verschwörerisch zu. Die beiden CLG-Schülerinnen aus der KS1 haben auch schon ihre Stifte gezückt und machen sich eifrig Notizen. In ihrer Rolle als Amnesty International und Weltpresse beobachten sie das Treiben um den Kartentisch herum aufmerksam. Wie da die drei Staatschefs aus Russland, Syrien und der Türkei eben ihre militärischen Einsätze im Kurdengebiet kommentiert haben, dürfte in der Weltöffentlichkeit nicht gut ankommen. Wie viele andere spannenden Interaktionen fand auch diese im Rahmen des Konfliktplanspiels „KPS“ statt. Diese interaktive Simulation wird von den Jugendoffizieren der Bundeswehr angeboten und bietet anhand des Syrienkonfliktes einen spielerischen, aber realistischen Einblick in die internationale Politik.
Schon am Tag zuvor hatte Markus Kribelbauer mit einem Vortrag in die politischen Geschehnisse in Syrien seit 2011 eingeführt. Einigen Schülern war der Jugendoffizier aus Ulm bereits von anderen Vorträgen zur Sicherheitspolitik bekannt, die der Hauptmann regelmäßig im CLG durchführt. Im interaktiven Planspiel halten die Schüler in ihren Rollen als Staatschefs dann selbst Vorträge und Reden. Vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen legen sie ihre Ziele offen und begründen die Politik ihrer Länder. Mitunter kommt es zu überraschenden Absprachen und Verträgen zwischen den Staaten. Dabei müssen die Politiker, wie oben angedeutet, aber durchaus damit rechnen, kritisch von den Medien und der Öffentlichkeit mit den Folgen ihrer Politik konfrontiert zu werden. In der Weltpressekonferenz kommt so einiges ans Licht, was die Regierungschefs ungern hören.
Zum Ende des Spiels wird deutlich, wie komplex und schwierig es ist, all die Interessen in der internationalen Politik unter einen Hut zu bringen. Einen nachhaltigen Frieden in Syrien herzustellen, gelang leider auch dem CLG-Wirtschaftskurs nicht. Aber immerhin konnte eine vorübergehende Befriedung unter der Ägide des UN-Generalsekretärs „Timo Guterres“ erreicht werden. Und bei allen Teilnehmern stieg das Verständnis für die komplizierten Abläufe in der internationalen Politik und wie schwierig es sein kann, die Lebensbedingungen für die Menschen in Krisengebieten positiv zu verändern.






