Biodiversität: Menschen und Pilze

Am 13.11.2025 war die Nachhaltigkeits AG des Gymnasiums Laupheim beim Vortrag über Biodiversität und Pilze dabei.

vhs: Biodiversität in unserem Leben Vortragsreihe im WS 2025/26 im Rahmen des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg

Dabei zeigte sich, dass Pilze viel mehr können, als man vermuten könnte. Pilze faszinieren durch ihr unerwartet schnelles Wachstum und ihre weiteren Fähigkeiten, so können manche Pilze Ameisen befallen und diese dann quasi fernsteuern und ihren Körper übernehmen.

Anschließend wurde die Biologie und Systematik der Pilze ausführlich vorgestellt. Interessant ist die Vielfältigkeit, mit der sich Pilze ernähren können. Es gibt Symbiosen, Saprotrophie und Parasitismus.
Im Wald treten oft Symbiosen von Pilzen und Bäumen auf. Die Pilze erhalten von den Bäumen Kohlenhydrate bzw. Zucker, die Bäume erhalten vom Pilz Wasser und Nährmineralien. Beide haben davon Vorteile.

Es gibt Holz zersetzende Pilze und Streu zersetzende Pilze. Interessant ist ein Blick in die Zeit der Kohleentstehung: Steinkohle konnte nur entstehen, weil es zu der Zeit noch keine Lignin zersetzende und damit Holz zersetzende Pilze gab. Heute kann aus diesem Grund fast keine Kohle mehr entstehen.

Der Mensch nutzt Pilze schon immer, wie sich an dem Zunderschwamm zeigt, den Ötzi dabei hatte.
Heute verwenden wir Pilze medizinisch, zum Beispiel als Penizillin oder zur Lebensmittelproduktion, wie zum Beispiel beim Herstellen von Bier oder direkt als Speisepilz zum Verzehr. Diese dürfen in geringen Mengen zum Eigenbedarf der Natur entnommen werden. Im Anschluss wurden in der Diskussion Probleme des Zusammenlebens von Neophyten und Pilzen ausführlich besprochen.

Der neue Aspekt, dass Kohle aufgrund der Pilze nicht neu entstehen kann und mit Hinblick auf den durch CO₂ ausgelösten Klimawandel führt zur Erkenntnis, dass man nun von der Verbrennung von fossiler Kohle nur abraten kann.