Am 10. Juli machte sich die Klasse 5c zusammen mit ihren Lehrerinnen Frau Guta und Frau Herzog mit dem Bus auf nach Dellmensingen. Das Ziel war der Milchviehbetrieb der Familie Härle.
Landwirt Matthias Härle und seine Frau Kathrin haben alles über Rinder erzählt und erklärt. Wir erfuhren, dass eine Kuh auch ein Rind ist, aber erst nachdem sie ein Kälbchen zur Welt gebracht hat zur Kuh wird. Das Futter wird aus ganz vielen Zutaten gemischt. Insgesamt sind es neun unterschiedliche. Wir haben eine besonders, leckere Mischung mit unseren Händen im Schubkarren gemischt. Matthias Härle macht dies aber mit dem großen Futtermischer. Ist auch klar, er muss viel mehr Futter mischen und hat nicht immer 28 motivierte Helfer an seiner Seite.
Einen Bullen gibt es nicht auf dem Hof, trotzdem viele Kälbchen in jedem Alter. Wie das funktioniert, durften wir auch erfahren. Just am Tag unseres Besuches kam nämlich der gefrorene Rindersamen aus den USA an. Dadurch ist die genetische Vielfältigkeit auf dem Härlehof auch gesichert. Und wir waren fasziniert von der Anlieferung im Tank, welcher mit Stickstoff auf -260 °C gekühlt wurde.
Der vollautomatische Melkstand erkennt sofort, ob eine Kuh heute schon beim Melken war oder nicht. Es gibt Kühe, die werden nur zweimal täglich andere dreimal täglich gemolken. Je nach ihrer Milchleistung. Vor dem Melken werden die Euter und Zitzen geputzt und dann werden die Zitzen gescannt. Dadurch weiß der Melkstand genau, wo die Melkbecher platziert werden müssen. Natürlich wird die Menge der Milch und auch das Gewicht der Kuh erfasst. Dies hilft Matthias Härle seine Kühe zu beobachten und er erkennt schnell, wenn es einer Kuh nicht so gut geht, weil sie zum Beispiel stark abnimmt und wohl nicht genug frisst.
Wir alle durften auch mal auf dem großen Traktor Probe sitzen. Dieser wird vom Satelliten gesteuert und ist wirklich riesig. Bei den meisten von uns reichen die Füße nicht bis zum Boden. Bei so vielen großen Maschinen steckt auch viel Kapital in einem landwirtschaftlichen Betrieb. Dieses muss die Familie mit ihrer Milch auch wieder erwirtschaften.
Zum Schluss durften wir noch für eines der zwei Kälbchen einen neuen Namen aussuchen. Er musste auf alle Fälle mit T anfangen, genau wie der Name der Mutter. Jetzt haben wir also eine Klassenkuh: Ihr Name ist Thea.


