Einmal hinter die Kulissen schauen, was mit unserer getragenen Kleidung geschieht und mithelfen, dass Ärmere günstig an Kleidung kommen – das dachten sich sechs engagierte 8. und 9. Klässlerinnen im Rahmen des diesjährigen Aktionstages. In einem ersten Teil, der eine gute Stunde umfasste, erfuhren sie vor Ort im Lager der Sammelzentrale Laupheim in der Fockestraße alles über Kleidung, wie viel jeder pro Jahr statistisch gesehen neu kauft, abgibt und wie viel davon gar nicht oder kaum getragen wurde, was man mit nicht mehr tragbarer Kleidung machen kann, wie viel teuer entsorgt werden muss und vieles mehr. Daneben erhielten sie einen Einblick in das große Lager mit unsortierter und auch fürs Verschicken vorbereiteter Kleidung, es fanden sich aber auch Schuhe, Stofftiere und vieles mehr. Viele interessante Anekdoten gab es außerdem, zum Beispiel über die große Herausforderung, wie die Kleidung vor Ort gerecht verteilt wird (für Peru werden hierfür zum Beispiel speziell Taschen gesammelt), über die Ausstattung von Schulen und Krankenhäuser in Burundi usw.
Im zweiten Teil bekamen die Schülerinnen eine Einführung, wie die Kleidung mithilfe eines Holzrahmens gebündelt und fürs Pressen vorbereitet wird und packten eifrig mit an – eine Arbeit, die normalerweise täglich viele verschiedene freiwillige Sortiergruppen übernehmen. Am Ende des Vormittags war eine Transportbox fast voll. Ein erfolgreicher Vormittag in jeder Beziehung – Herr Engelhart, der erste Vereinsvorsitzende und Betriebsleiter der Sammelzentrale rechnete den Mädchen vor, dass sie damit Kleidung für etwa 750 Personen für den Transport nach Übersee vorbereitet haben.

